Das Reinigen der Energiezentren
Spirituelles Wachstum ist einerseits ein Erkenntnisprozess und andererseits eine göttliche Gnade. Der Zustand unserer Energiezentren (Chakren) sind das Resultat unserer Lebensweise bzw. unseres Lebensstils und korreliert mit der eigenen spirituellen Entwicklungsstufe. Das „Reinigen“ der Chakren ist ein wichtiges Element im spirituellen Wachstum und kann nur im Stadium in der Meditation erfolgen.
Die positiven Qualitäten, welche durch die Chakren manifestiert werden, sind potentiell immer vorhanden. Allerdings werden diese Qualitäten in unserem tägliches Leben, geprägt durch persönliche Konditionierungen und unser Ego überdeckt oder gehemmt und diese Hemmnisse lagern sich als „Blockaden“ in den Chakren ab.
Ziel der auf den folgenden Seiten beschrieben Reinigungstechniken ist es, diese Blockaden zu lokalisieren und mit geeigneten Maßnahmen zu entfernen. Mit diesem Handeln einher geht ein Erkenntnisprozess welcher dem Menschen die entsprechende Blockade ins Bewusstsein ruft und das Erforschen der Ursache ermöglicht.
1. Das Fussbad
Eine bewährte Reinigungstechniken ist das Fußbad. Beim Fußbad nehmen wir das Element Wasser, fügen etwas Salz hinzu und verbinden es so mit dem Element Erde. Je nach Bedarf kann das Wasser kühler (zum Abkühlen einer erhitzten rechten Seite) oder wärmer (zur Stärkung der linken Seite) sein.
Wir nehmen eine Plastikschüssel (nur für diesen Zweck), füllen diese mit Wasser, so dass unsere Knöchel vom Wasser bedeckt sind und tun eine Hand voll Salz hinein. An unserem Meditationsplatz entzünden wir eine Kerze (Feuer), und vielleicht ein Räucherstäbchen (Luft). Während der Meditation können wir durch die Kerzenflamme blicken (Licht). Wir bitten die Elemente, die in unseren Chakren angesammelte Negativität aufzunehmen. Nach ca. 10 Minuten schütten wir das Wasser (ohne hinein zu schauen) in die Toilette (!) und setzen uns noch einmal zur Meditation.
Das Fußbad ist eine Reinigungsübung, die allabendlich ausgeführt, schnell zur lieben Gewohnheit werden kann. Hier reinigen wir unser subtiles System von den Belastungen des Alltags, schlafen besser und wachen am nächsten Morgen erfrischter auf. Tägliche Fußbäder sind eine der wirksamsten Techniken, um unser inneres System zu reinigen.
2. Vibrationen zuführen
Durch den Aufstieg der Kundalini-Energie kann man über dem Kopf die kühle Brise der Kundalini wahrnehmen, und beginnt auf den Händen und im Körper die eigenen Chakren zu spüren. Ist alles in Ordnung, so ist ein gleichmäßig kühler Hauch über den Händen fühlbar. Ist allerdings in einem Chakra eine Blockade vorhanden, so äußert sich diese auf dem entsprechenden Finger oder Körperteil als leichtes Wärme- oder Ziehgefühl.
Um die Blockade zu entfernen, wird die Aufmerksamkeit in das Sahasrara-Chakra über dem Kopf gelegt und die rechte Hand auf das entsprechende Chakra gelegt. Die linke Hand liegt offen in Richtung des Bildes von Shri Mataji, um Vibrationen aufzunehmen. Die Blockade ist dann entfernt, wenn das Ziehen im Finger vorbei ist und sich eine gleichmäßige Kühle einstellt.
Wichtig ist in diesem Zusammenhang immer auch die Introspektion über das eigene Leben bzw. Lebensstil, um die Ursache für diese Blockade herauszufinden.
Es sind nicht nur die eigenen sondern auch die Chakren anderer Personen spürbar. Um die Vibrationen einer anderen Person zu spüren, reicht es, die Hände zu öffnen und die Aufmerksamkeit auf diese Person zu legen. Es ist auch möglich, den Chakren einer andern Person Vibrationen zuzuführen. Man nimmt auch hier mit der linken Hand Vibrationen auf, mit der rechten Hand werden diese dem Chakra zugeführt. Beide Personen sollen dabei ihre Aufmerksamkeit im Sahasrara hält.
3. Ausbalanzieren
Meditation ist aber nur möglich, wenn wir unsere Aufmerksamkeit im Sahasrara halten und unser sympathisches Nervensystem nicht „dazwischenfunkt“. Unstetigkeit der Gedanken oder Schläfrigkeit sind Manifestationen der Überaktivität von Ida und Pingala Nadi. Wenn die linke oder rechte Seite überaktiv ist, äußert sich das auch als Wärme- oder Ziehgefühl auf der entsprechenden Hand.
Das subtile System lässt sich durch die Einwirkung der Elemente ausbalanzieren. Eine Überaktivität der linken Seite gleicht man aus, indem man die linke Hand zum Bild von Shri Mataji hält, um Vibrationen aufzunehmen, Hitze durch die Rechte in Richtung Boden (Erde) ableitet.
Eine Überaktivität auf der rechten Seite gleicht man aus, indem man mit der Rechten Vibrationen aufnimmt und die linke Hand in Richtung Himmel hält (Luft). Wichtig ist dabei, die Aufmerksamkeit in das Sahasrara zu legen.
Man kann auch der linken und rechten Seite jeweils Wärme (z.B. Kerzenflamme) oder Kälte (z.B. Eisbeutel) zuzuführen. Die linke Hand nimmt vom Bild von Shri Mataji Vibrationen auf, die rechte Hand wird mit Kerze oder Eisbeutel zum entsprechenden Chakra geführt. Es hat sich bewährt, die Kerze zum linken Swadhistana zu halten, den Eisbeutel auf die Leber (rechter Oberbauch) zu legen.
4. Loslassen
Unsere Erfahrungen in der Meditation und im Umgang mit Vibrationen dienen insbesondere der Festigung unserer Unterscheidungsfähigkeit. Wir lernen, was unser spirituelles Wachstum nährt, was uns schadet oder hilft, und wie wir anderen helfen können, etc. Die Erfahrungen, die wir machen, bilden die Basis unseres Vertrauens und führen uns zu einer weiteren, genussvollen Erkenntnis: Je eher wir lernen, ein Problem an das Göttliche zu delegieren, desto rascher finden sich Lösungen ein. In der Meditation lernen wir uns, innerlich von unseren Problemen, beeinträchtigenden Bindungen und Zwängen zu lösen. Wir eigenen uns äußerst effektive Methoden an, die helfen, unsere Sorgen „aus der Hand zu geben“.
Zuweilen plagen wir uns tagelang mit einem Problem ab, doch erst der Moment der Resignation bringt die Antwort. Die Meditation, der Zustand des inneren Zuhörens und der Hingabe, erspart uns diesen schmerzvollen Prozess. Indem wir uns selbst als Teil des göttlichen Spiels erleben, begreifen wir, dass die Lösungen allgegenwärtig sind. Sind wir fähig, in der Meditation jenseits mentaler Aktivitäten in den Zustand der Gedankenfreiheit einzutreten, gelangen wir in den Einflussbereich zahlloser schützender Kräfte, die unentwegt aktiv sind, um unser Wohlbefinden zu gewährleisten.



